Google stoppt weltweit die Street View-Fahrten

Street View

Wie uns soeben mitgeteilt wurde, wurden die Street View-Fahrten weltweit bis auf Weiteres eingestellt. Auch Google selbst schreibt auf seiner Internetseite, dass vorerst keine Fahrzeuge mehr eingesetzt werden. Hintergrund ist möglicherweise, dass Google die W-LAN-Module aus den Autos entfernen möchte.

Die Street View-Fahrten sind erst einmal eingestellt. Auf der offiziellen Street View-Seite steht der Text “Derzeit sind die Fahrten bis auf Weiteres unterbrochen.” und unmissverständlich wird klar: Google hat ein Fehler gemacht. 

Wie das Portal “Stuttgarter Nachrichten” berichtet wäre dies keinesfalls eine Reaktion auf Joachim Herrmann’s Schreiben. Man hat bei Google bereits vorher im Blog angekündigt, dass die Street View Fahrten beendet werden, um die W-LAN-Module auszubauen. Fraglich ist nur, warum diese Entscheidung erst jetzt kam. Sprecher Kay Oberbeck weiter im Interview: “Wir haben einen Fehler gemacht und wollen das Vertrauen der Nutzer wiedergewinnen”. 

Update: Die Fahrten sind bereits seit 14. Mai ausgesetzt.

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10 Kommentare

  1. Oliver

    Erst jetzt? Eigentlich sollten die das schon vor 10 Tagen gemacht haben, wie im Blogpost http://googleblog.blogspot.com/2010/05/wifi-data-collection-update.html angekündigt. Google wird auch immer behäbiger…

  2. Sebastian

    Ui, da haben Sie sich aber mal gehörig verschätzt. Lieber sollten Sie das Geld in bessere und aktuellere Earth-Bilder stecken (evtl. auch per Flugzeug), also alles abzufahren. Da können dann nicht so viele motzen, da man nie die Detailgenauigkeit wie bei StreetView erreichen wird.

  3. Flyingmana
    Flyingmana

    @77438:

    Joa, bei noch besseren(da reicht schon nen wenig besser) kann man schon die Ameisen auf der Picknickdecke zählen. Also im grunde der selbe Effekt, nur mit wesentlich besseren Deteils über Hinterhöfe und ohne lücken.

    Wer will wetten, ab wann man Google dazu verpflichtet, teile von google Earth zu schwärzen?
    Oder mit Wald ausfüllen wie Bielefeld damals.

  4. Dudelsack

    Welchen Fehler hat Google denn gemacht?
    Den einzigen Fehler den Google gemacht hat, ist es eine Meldung rauszuschicken, bzgl. der Wlan-Daten.
    Ja, ich rede hier von vertuschen, das wäre die einzige richtige Entscheidung gewesen, da nun jeder Ahnungslose (vor allem die, die in der Politik sitzen oder sich selbst “Datenschützer” nennen) sich das Thema zum Wahlprogramm machen und andere Ahnungslose einschüchtern können, wie “gefährlich” das ist.

    Richtig wäre gewesen, wenn die Besitzer eines offenen Routers durch eine Informationsseite (oder was auch immer) darauf aufmerksam gemacht worden wäre.
    Denn weiterhin gibt es zahlreiche offene Router, wo sich jeder damit verbinden kann, ohne dass es der Besitzer weiß, weil der Besitzer einfach kein Interesse daran hat, sich um die Einstellungen des WLAN routers zu kümmern.

    Google hat nichts falsch gemacht!

  5. Oliver

    @77442:
    Das klingt jetzt aber arg nach Google-Fanboy-Gelabere. Ich bin keineswegs auf Seiten der Politiker, die sich immer nur profilieren wollen, aber Google hat da einen Fehler gemacht. Und sie haben ihn zugegeben. Punkt. Nun muss man schauen, wie sie den Fehler ausmerzen wollen und mir stellt sich dann halt die Frage, warum die 11 Tage brauchen, um die Streetview-Fahrten einzustellen.

  6. js ... jens
    js ... jens

    google fährt nicht mehr?…
    super,,, jetzt kann ich mich endlich wieder raus trauen… und meinen WLan-Router einschalten… :-)

  7. MaikB

    @77442:
    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal … ;-)

    War es nicht so, dass der Datenschützer hartnäckig blieb und Code sowie Daten sehen wollte, bevor Google auf einmal einräumen musste, dass da mehr Daten als für SV “nötig” vorhanden waren und es einen Fehler in der Software gäbe?

  8. icke

    Echte Bürgerbegehren, die gegen privatisierungen von Wasserbetrieben vorgehen werden so gut es geht behindert, obwohl zigtausende von Unterschriften gesammelt werden.
    Bei google reichen ein paar 1000 Beschwerden um die Verbraucherschutzministerin mobil zumachen ?
    Wer soll denn das bitteschön glauben? Als würde es hier um die Rechte von Bürgern gehen.

  9. Andre-W.

    Ich verstehe nicht ganz wo die Problematik ist bei vielen hier, klar ist es nicht unbedingt schön das google diese Daten gesammelt hat, aber ein verschlüsseltes WLAN kannst du nicht mal eben auseinandernehmen beim vorbeifahren und das war sicher nie Ziel und Leute die ihr WLAN offen haben, sorry aber dafür hab ich wenig Verständnis. Das ist allgemein öffentlich zugänglich, also wo liegt nun genau das Problem? Ist es überhaupt strafbar ein privates offenes WLAN zu nutzen?

    Heutzutage wird kein WLAN-Router ohne Standardverschlüsselung und Passwort verschickt, zumindest weiß ich es von der FritzBox und von den Speedports sicher. Also wer auch immer diese Sicherheitsvorkehrung rausnimmt, gehört allein dafür schon dezent mitm Hammer bearbeitet und wer sich dann auch noch beschwert, dass sein offenes WLAN gescannt wurde, der sollte sich mal Gedanken machen ob nicht der Nachbar schon längst weiß was er Abends für Seiten besucht, während die Frau schläft o.ä.

    Natürlich weiß keiner welche Daten gezogen worden sind, aber egal was es für welche waren, beim vorbeifahren können es keine Essentiellen Daten gewesen sein die nicht ohnehin einfach abrufbar wären.

    Ich bin sicher kein Googlefanboy, aber man sollte mal bei den Tatsachen bleiben. Die haben vll. nun meine SSID und nun? Mein WLAN ist verschlüsselt und beim vorbeifahren unmöglich zu knacken, soll ich nun nen Aufstand machen das se was speichern, was jeder sich ansehen kann?

  10. Peter.h

    Frage eines mir nahestehenden Menschen: “Gab/ gibt es eigentlich die Möglichkeit, die Satellitenbilder zu melden? Ich möchte nicht, dass mir jemand auf mein Anwesen blicken kann!”

    Wartet nur ab. Bald wird auch die Zensurwut der Kleinstpolitiker auch auf die Satellitenbilder gerichtet sein!

    Grüße


KWRL.net