Chrome: Wie man die eindeutige ID abschalten kann

Chrome

Jeder Google Chrome Browser verfügt bekanntlich über eine eigene ID-Nummer, die bei der Installation erstellt wird. Diese ID wird bei jeder Suche nach Updates – also in etwa alle 25 Stunden – an Google übertragen.

Diese ID Nummer ist in der Datei „Local State“ gespeichert. Diese Datei findet Ihr hier:
XP: C:Dokumente und EinstellungenNutzernameLokale EinstellungenAnwendungsdatenGoogleChromeUser Data
Vista: C:UsersNutzernameAppDataLocalGoogleChromeUser Data
Nutername müsst Ihr natürlich durch Euren ersetzen 🙂

Nun schließt Chrome und öffnet die Datei „Local State“ mit einem Text Editor. In der Datei findet Ihr so ungefähr nach der Hälfte „user_experience_metrics“. Unter diesem Abschnitt steht:

„client_id“: „Buchstaben- und Zahlenfolge“,
„client_id_timestamp“: „Zahlenfolge“,

Die Buchstaben-Zahlen-Kombination könnt bei client_id Ihr löschen oder durch etwas anderes ersetzten. Auch die Zahlen bei „client_id_timestamp“ können problemlos entfernt werden bzw. ersetzen.

Nun sollten die beiden Zeilen so ausschauen:

„client_id“: „FFFFFFFF-FFFF-FFFF-FFFF-FFFFFFFFFFFF“,
„client_id_timestamp“: „10000000“,

Nachdem Ihr die Datei gespeichert habt, müsst Ihr noch den Schreibschutz auf dieser Datei aktivieren. Dies ist ganz wichtig wenn Ihr permanent die ID entfernt haben wollt.

Ist der Schreibschutz nicht aktiviert, geniert Chrome eine neue ID.

Ich habe es gerade mal entfernt und Chrome einige Mal geschlossen und wieder gestartet, die ID Nummer bleibt weiterhin entfernt.

Um zu verhindern, dass Google bei jeder Eingabe in die Adressleiste Vorschläge macht und damit Daten sendet, müsst Ihr in den Einstellungen der Suchmaschinen (Rechtsklick auf die Adressleiste und Suchmaschinen bearbeiten) den Haken bei „Automatische Vorschläge zur Vervollständigung der in die Adressleiste eingegebenen Suchanfragen und URLs“ entfernen.

Weiteres liefert die Hilfe zu Chrome

Wenn die Datei „Local State“ schreibgeschützt ist, könnt Ihr nicht die Sprache von Chrome ändern.

[thx to: brunick & dude]

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comment ommentare zur “Chrome: Wie man die eindeutige ID abschalten kann

  • Das ist der Pfad unter Windows Vista, unter XP findet man den hier: C:Dokumente und EinstellungenBenutzernameLokale EinstellungenAnwendungsdatenGoogleChromeUser Data

  • Bei mir ist jetzt eine „Local State.tmp“ generiert worden, mit dem selben Inhalt wie die normale „Local State“. In der tmp ist die UserID wieder drin.

    Edit:
    die tmp Datei scheint nur einmal generiert zu werden, danach ändert sich nichts mehr.

  • Pascal:

    schreib das lieber mit „GoogleBot“ und „1000000“ als timestamp – dann braucht man kein schreibschutz, chrome ändert dann die id nicht

  • Ich glaub, ich bin zu blöd dafür. Ich komme bis Benutzername, dort finde ich aber den Lokale Einstellungen– Ordner nicht…

    //Na klar hab ich das „Benutzername“ geändert 😉

  • Ich habe bei mir den Google Updater, welcher natürlich auch als Dienst läuft, über die Registry gekillt. Werde euren Tipp mit dem Key jetzt auch noch machen. Versteh den ganzen Artikel nicht „Google spioniert uns alle aus“ muss ihn doch keiner installieren !

  • @Andreas
    Direkt die URL in die Dateimanager-Leiste eingeben und den Benutzernamen ändern. Das Verzeichnis ist zwar versteckt, kann aber trotzdem noch direkt angesprungen werden. Alternativ einfach in den Einstellung „Versteckte Dateien anzeigen“ oder so ähnlich aktivieren.

  • Blöde Frage: was ist mit dem Eintrag „ongoing_logs“ ein paar Zeilen unter dem client_id_timestamp? Da steht die ID nämlich wieder drin?!

  • ein guter tipp, den jeder durchschnittliche internet-nutzer natürlich sofort befolgen kann….google ist und bleibt ein datenspion….wenn man – ich spreche aus der sicht des durchschnitts-users – in die tiefen eines programms eindringen muss, damit ich meine privatsphäre bewahren kann, finde ich das gelinde gesagt, als skandal….google ist eine unkontrollierte weltmacht

  • Ich pers. würde sagen.. ist es nicht Sinnvoller statt die ID zu löschen wenn alle z.B. die ID
    „client_id“: „FFFFFFFF-FFFF-FFFF-FFFF-FFFFFFFFFFFF“,

    verwenden? Dann muss man die Datei nicht schreibschützen, weil da ja doch die ein oder andere Information über z.B. Anwendungsverknüpfungen etc. rein geschrieben werden sollen.

  • Wie kann ich den Schreibschutz auf dieser Datei aktivieren???
    Ich habe doch propiert „GoogleBot“ und „1000000“ als timestamp zu schreiben, -Chrome einige Male schon geschlossen und wieder gestartet, aber Chrome geniert wiederum dieselbe ID, die vorher existierte!

  • Danke für all die Tipps. Ich bin wie im Artikel vorgegangen, habe die Werte auf „“ und einen Schreibschutz auf die Datei gesetzt.

    Darüberhinaus habe ich nun im Autostart eine Batchdatei, die die bei aktivierten Schreibschutz der „Local State.tmp „automatisch erzeugte „Local State.tmp“-Datei weglöscht. So habe ich in der „Local State“ gar keine ID mehr und nach jedem Rechnerstart eine neue „Local State.tmp“ mit einer neuen Client-ID.

    Batch-Löschen ganz simpel:
    del „C:Dokumente und EinstellungenLokale EinstellungenAnwendungsdatenGoogleChromeUser DataLocal State.tmp“ /F

  • Hinweis zum obigen Beitrag: Im letzten Befehl zwischen die \ den Nutzernamen setzen (das hat mir dieses Forum automatisch weggelöscht weil ich es zur Veranschaulichung in spitze Klammern gesetzt hatte).

  • Trotz Schreibschutz auf den gesamten Ordner (+Unterordner) erstellt Google chrome eine „Local State.tmp“… mit vielen Infos, wie z.B.:
    – „client_id“ (die richtige, nicht die von mir geänderte,
    – „client_id_timestamp“
    – „ongoing_logs“
    – etc…

    Ist das überhaupt legal wenn Chrome den von mir erstellten Schreibschutz auf meiner privaten Festplatte umgeht?

  • Die Client_Id zu löschen macht wie oben gesehen keinerlei Sinn, intelligenter ist es da schon entweder die ID zu verfaelschen (den TimeStamp dann bitte auch) oder wie oben beschrieben die TMP Datei vor dem Start von Chrome zu killen…

    Ich habe die ID verfaelscht und es funzt wunderbar.

  • @Benni: Solange der Schreibschutz mit deinem Benutzeraccount eingerichtet ist (oder mit dem eines Administrators) kann das Programm das immer ändern (da das Programm als du ausgeführt wird)

  • Ich find die Vorwürfe so lächerlich. Ich wette, andere Browser / Programme senden auch unique IDs bei ihren Updates, aber auf Google wird eingeprügelt.

    Google sammelt Daten? Google ist ne Suchmaschine. Wenn Google keine Daten sammelt, könnt ihr mit Google keine Daten finden.

    Wovor habt ihr Angst bei dieser Unique ID? Das Google wissen könnte, welche Seiten ihr in den letzten 25h angesurft habt? Denkt ihr wirklich, mit der ID wird eure History übertragen? Wenn ihr die Google Suche benutzt und bei Google eingeloggt seid, weiß Google auch was ihr eingegeben habt. Und Google Toolbar? Da wird wirklich jede Seite gemonitort (Pagerank?).

    Und das betrifft nicht Google allein. Aber irgendwie verhalten sich alle so, als hätte Google das Ganze erfunden. Lächerlich.

  • Was nützt bitte die ID nur um ein paar Zeichen zu verfälschen? Wenn man „Pech“ hat generiert man sich damit eine neu „unique ID“ die noch nicht seitens Google vergeben wurde und der ganze Effekt ist doch dann ad surdum geführt worden.
    Wenn man schon in der local state herumspielt, dann sollte man die UID komplett auslöschen.

  • Einzig sinnvoll ist es meiner Ansicht nach die ID vor jeder Benutzung des Browsers zu löschen. Dann wird eine neue generiert und die Daten können nicht über eine Surfsitzung hinaus verknüpft werden.

    Löschen und Schreibschutz ist nicht wirklick praktisch, da in der Datei ja auch noch andere Einstellungen gespeichert werden.

    Die ID durch irgendeine zu ersetzen bringt auch nicht viel, da man dann halt immer mit dieser ID surft. Nur wenn viele Leute diesselbe „Fake“-ID nutzen (wie z.B. die hier gepostete „FFFF-[…]“ könnte das evtl. die Spuren verwischen.

    Ich persönlich hoffe allerdings auf einen Chromium-Ableger, der ohne „Spyware“ funktioniert.

  • JoachimB: Welchen Browser benutzt du denn aktuell? Falls es Firefox ist: Der sendet auch eine unique ID. Von Spyware zu reden ist lächerlich.

    Der Offline-Installer von Chrome kommt übrigens ohne unique ID.

    btw Thema Datenschutz: Warum werde ich hier in den Comments eigentlich gezwungen, eine Mailadresse einzugeben? Wozu wird die denn gebraucht wenn ich „Mail-Benachrichtigung“ nicht anklicke?

  • Es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen Mozilla und Google.

    Google sammelt die Daten um Geld damit zu machen. Die sammeln dein Surfverhalten um damit zu verdienen.

    Wenn Mozilla eine UID generiert (was sie tun werden) dann tun die Sie dies um Probleme lösen zu können (wann trifft das Problem mit welchem Betriebssystem auf? etc.)

    Eine Unique ID alleine ist nicht schlimm – das verwenden deines Surfverhaltens um profit zu machen – das ist schlimm.

  • Es geht doch ganz einfach:

    Local State modifizieren, indem man die Parameter nullt (also entfernt)

    Dann schreibschützen…

    …Dann etwas surfen 10-15 min i.d.R.

    Dann Local State.tmp bearbeiten, dort auch die IDs nullen …

    Dann schreibgeschützt speichern – das war es !

    Die interessante Frage bleibt aber woher der Browser die richtige ID rekonstruieren konnte.. !!

  • Ich habe gerade folgendes probiert und es funtioniert doch! Und zwar client_id und client_id_timestamp genullt, gespeichert, schreibgeschützt und 5-10 min gesurft. Dann Local State.tmp bearbeitet, gespeichert und schreibgeschützt! Das wars…

  • Okay, einen Nachteil hat die Modifzierung der ID: Ich kann Chrome nicht mehr updaten. Im About-Fenster steht bei mir jetzt sinngemäß „Keine Verbindung zum Update-Server“.

  • Hat eigentlich schonmal einer in die Registrierungseinträge geschaut (um die Frage von Schadhaft nochmal aufzugreifen)?

    Ich würde es prüfen, habe Chrome aber privat nicht installiert.

  • Registry Einträge werden nicht geschrieben.

    Muss sich somit irgendwo in ner INI Datei o.ä. befinden (als Hash, oder so !?) …

    Was ich aber subjektiv merke ist daß nach Schreibschutz der Local State tmp Chrome ab und an hängen bleibt (kann aber auch mit dem Update zusammenhängen)

  • Die ID zu verändern bringt auf keinen Fall etwas, denn Chrome geht entweder auf die alte zurück, oder man weißt sich damit selber eine funktionierende ID zu, wie bereits erwähnt.

    Um die ID bei jedem Start löschen zu lassen, habe ich ein kleines Programm geschrieben:

    http://blog.gjl-network.net/blog/permalink/ChromeAnonymizer.html

    Startet man statt Chrome direkt, nun das Programm, löscht es die ID, prüft, ob der Browser so konfiguriert ist, seine Daten über das Nutzerverhalten nicht an Google zu senden und startet dann sofort Chrome, man kriegt also von dem ganzen nichts mit.

    Der Quellcode ist auch in meinem Blogeintrag verlinkt, damit mir niemand etwas unterstellen kann 😉

  • btw: Firefox sendet auch an Google 😉

    about:config

    set „browser.safebrowsing.enabled“ to „false“

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