Google China kauft Tianya und startet Social Network Laiba + Answers-Klon Wenda

Verfasst von Jens am 20. August 2007 | 1 Kommentar

Google China
Erst vor wenigen Tagen hatte Google angekündigt, einige chinesische Firmen übernehmen zu wollen, und schon ist die erste Übernahme und gleichzeitig auch Kooperation getätigt: Das Portal Tianya.cn, die 63-größte Webseite in China wird ab sofort von Google kontrolliert und startet gemeinsam mit der Suchmaschine das Social Network Laiba sowie das Answers-Portal Wenda.

Die Übernahme
Die Übernahme bzw. Beteiligung an Tianya ist mittlerweile offiziell bestätigt worden, leider wurden aber keine weiteren Details genannt. Weder der Kaufpreis, noch die Höhe der Beteiligung ist derzeit bekannt. Zur Zeit gilt eine Beteiligung von 60% als am wahrscheinlichsten, aber auch eine 10%-Beteiligung und eine komplette Übernahme sind noch im Gespräch. Ich tippe auch eher auf eine 60%-Beteiligung, Google möchte volles Mitsprachrecht und die Kontrolle über seinen “Partner” und sich dennoch die Hintertür offen lassen das Unternehmen schnell wieder abzustoßen – man kann ja nie wissen ;-)

Tianya ist eine Art chinesisches MySpace und bietet seinen Nutzern die Möglichkeit an Blogs zu führen, Fotos zu hosten und sich über News, Sportergebnisse und weiteres zu informieren. Tianya ist genau das, was die Chinesen so sehr lieben und der Rest der Welt mittlerweile vernachlässigt: Ein überladenes buntes Portal mit jeder Menge unnötiger Dinge .p

Laiba – ein neues Social Network
Laiba
Gleichzeitig mit der Übernahme oder Beteiligung wurde das Social Network Laiba gestartet – Codename während der Entwicklung war übrigens das bekannte Google Fensi. Laiba bedeutet “Come Here”, lädt also förmlich zum registrieren und verweilen ein ;-) Durch mangelnde Chinesisch-Kenntnisse kann ich euch leider nicht sagen welche Funktionen Laiba bietet, aber es sieht mal wieder ziemlich bunt und sehr Google (West)-untypisch aus.

Und wieder einmal stellt sich mir die Frage, warum Google so ein Network nicht endlich für die Amerikaner und Europäer bringt…

Wenda
Wenda
Eigentlich dachten wir, dass sich Google mit der Einstellung von Answers aus diesem Markt zurück zieht, aber neben der russischen Version Knowledge Search startet man jetzt gemeinsam mit Tianya das Frage-Antwort-Portal Wenda und mischt sich zumindest auf dem chinesischen Markt wieder in dieses Gebiet ein.

Auch hier kann ich wieder nicht viel zu den Funktionen sagen, nur dass es dem russischen Portal komplett ähnelt – zumindest die Startseite ist fast zum verwechseln. Hoffen wir dass es eines dieser Portale irgendwann noch einmal in den amerikanischen und natürlich deutschen Markt schafft – ich glaube an dieses Modell.


Der Countdown bis zur nächsten China-Übernahme läuft ;-)

» Laiba
» Wenda

» Liste der chinesischen Google-Dienste

[Googlified, TechCrunch]

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Jgog.net – eine Suchmaschine für gläubige Juden

Verfasst von Jens am 20. August 2007 | 5 Kommentare

JGOG
Vor circa zwei Wochen startete Jossi Mor-Josef, ein israelischer Computerfachmann, eine Custom Search Engine. Soweit ist das nichts besonderes. Doch diese Suchmaschine, die in jüdischer Schrift daher kommt, Jgog.net, ist der jüdischen Lebensweise angepasst. So werden zum Beispiel Pornoseiten und ähnliches, was als unorthodox eingestuft wird, ausgefiltert.

Wer will dass seine Seite in den Suchergebnissen aufgeführt wird, muss folgenden Regeln entsprechen und sich anmelden.

  • keine ?unzüchtigen? Inhalte
  • keine Seiten, die dem ?Geist der jüdischen Orthodoxie widersprechen?

Laut Mor Josef habe die Rabbiner noch nicht ihren Segen für die Suchmaschine gegeben.
Eigentlich wirkt die Suchmaschine wie ein Klone von Google, denn auch das Kleingedruckte ähnelt laut n-tv.de Google.
Nachdem der ein oder andere Israeli durch Computerprogramme wie Vocaltech oder ICQ zum Multimillionär geworden ist, könnte nun das zensierte Google auch in Ländern wie China, Saudi Arabien oder Syrien Schule machen.

[n-tv]

[Gastartikel von: hebbet]

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GDrive: Seit 5 Jahren bereit für den Start

Verfasst von Jens am 20. August 2007 | 10 Kommentare

GDrive
Seit über einem Jahr warten wir mittlerweile auf das GDrive. Alle paar Monate bekommen wir einige Häppchen mit Hinweisen, Screenshots, Entdeckungen und sogar Bestätigungen serviert – aber wirklich passiert ist bis heute nichts. Laut Philipp Lenssen ist das Projekt GDrive bei Google mittlerweile auf Eis gelegt.

Platypus - GDrive
In einem Song der von Google auf YouTube eingestellt worden ist (das Video ist mittlerweile nicht mehr verfügbar), wird für wenige Sekunden das Platypus-Logo gezeigt und dazu folgender Text eingeblendet und gesungen:

I?ve been ready to launch my product since 2002 … At least round here 5 years ain?t so long overdue.

Die Bewertung, ob es sich dabei jetzt um einen Scherz eines Googlers, eine Art Easteregg oder einfach die Verzweiflung eines Googlers handelt ist jetzt natürlich nicht ganz so einfach. Google selbst hätte natürlich wissen müssen, dass die Diskussion um diesen Satz erst so richtig entflammen wird wenn das Video offline genommen wird – und trotzdem hat man genau das getan.

Es ist natürlich gut möglich dass das GDrive seit 2002 existiert und auch der Release für dieses Jahr geplant gewesen ist. Scheinbar wurde dieser aber kurz davor abgesagt und zugunsten vieler weiterer Hosting-Services auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Möglich, dass man nicht nur einfach eine Online-Festplatte anbieten wollte, ohne irgendeine Möglichkeit die Dateien online zu bearbeiten.

Mittlerweile fügen sich die Puzzle-Teile für ein GDrive aber immer mehr zusammen, Fotos können online sortiert und dargestellt werden, Office-Dateien können sogar bearbeitet werden und aus HTML-Dateien kann eine Webseite zusammengebastelt werden. Jetzt fehlt nur noch der Rahmen, der das ganze zum großen GDrive zusammensetzt – es wäre also allerhöchste Zeit für das GDrive.

Die abgesagte Revolution?
Nehmen wir einmal an, Google hätte bereits vor 5 Jahren ein Produkt wie das GDrive veröffentlicht – wo wäre diese Technik dann wohl heute? Wie die eMail-Welt aussehen würde, wenn es Google bzw. Google Mail nicht gegeben hätte, können wir uns ja sehr gut vorstellen. Die GB-Grenze wäre sicherlich noch lange nicht durchbrochen.

Hätte Google jetzt seine Online-Festplatte gestartet, wäre das abspeichern von Dateien im Netz wohl mittlerweile alltäglich und hätte spätestens mit Windows Vista auch Einzug in das Betriebssystem gehalten. Das speichern der Daten auf der lokalen Festplatte wäre mittlerweile vielleicht sogar total überflüssig und völlig undenkbar. Wer weiß…


Mittlerweile sieht es für das GDrive ja wirklich nicht mehr gut aus. Da man mittlerweile Speicherplatz kaufen kann, ist die Online-Festplatte wohl endgültig gestorben. Außerdem gibt es mittlerweile viele andere Dienste im Web die genau so etwas anbieten – und wenn Google bisher nicht reagiert hat, dann wird es das in Zukunft wohl auch nicht tun…Schade!

[Google Blogoscoped]

GoogleWatchBlog » Themenübersicht: Das lange Warten auf das GDrive

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Kampf gegen Klickbetrug: Ad Traffic Quality Resource Center

Verfasst von Jens am 20. August 2007 |

AdWords
Das Thema Klickbetrug wird für Googles Werbe-Abteilung immer wichtiger und wird mittlerweile stark bekämpft. Laut eigenen Aussagen hat Google intelligente Systeme entwickelt die gefälschte Klicks ausfiltern können und diese sogar bei AdWords anzeigen. Um das Thema jetzt noch ein wenig transparenter zu machen, hat das AdWords-Team das Ad Traffic Quality Resource Center gestartet.

So hochtrabend der Name auch klingt, so leer ist die dazugehörige Webseite. Auf der Webseite befinden sich jede Menge Texte, PDFs und Funktionsbeschreibungen der Klick-Robots sowie einige Links zu Blogs und Webseiten die sich mit dem Thema Klickbetrug beschäftigen. Ein wirkliches Center in dem Klickbetrug massiv und wirksam bekämpft wird ist das ganze auf jeden Fall nicht – dafür fehlt die Interaktivität.

» Ad Traffic Quality Resource Center

[heise]

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Google erweitert Niederlassung in Kirkland – vor Microsofts Haustür

Verfasst von Jens am 20. August 2007 | 1 Kommentar

Google
Schon seit längerer Zeit besitzt Google ein Niederlassung in Kirkland, in direkter Nähe zu Microsofts Campus in Redmond. Nicht nur technologisch, sondern auch physisch möchte Google seinem Konkurrenten jetzt noch näher auf die Pelle rücken und hat eine Option auf den Kauf eines weiteren Büro-Komplexes erworben.

Der neue Campus soll nur wenige Meter entfernt von den bisherigen Büros liegen, “just down the street” und noch ein wenig näher an Microsofts Niederlassung legen. Das Grundstück ist etwa 16.700 m² groß, darauf befinden sich 3 Gebäude mit Platz für ein paar tausend Googler und 640 Parkplätzen.

[Googlified]

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