Eine interessante Idee hatten die Betreiber der Website GWEI - Google Will Eat Itself. Sie wollen Google kaufen, und zwar nur dem Geld welches Google ihnen selbst ausbezahlt - via den AdSense-Anzeigen. Eine Super-Idee, daran sollte ich mich beteiligen :-D
Mit dem Geld was per AdSense-Banner verdient wird (Ich habe übrigens garkeinen auf der Webseite gesehen), wird automatisch ein kleiner Anteil an Google gekauft. Da eine Aktie aber einen entsprechend hohen Wert hat wird es wohl noch eine Weile dauern bis sie die erste Aktie kaufen können .p
Irgendwann - aktuell in 202.546.295 Jahren - werden sie Google dann komplett besitzen und mit den AdSense-Anzeigen doppelt Geld verdienen. So jedenfalls der Traum der Macher der Seite. Ich wünsche Ihnen dabei von hier aus viel Glück *daumen drück*
P.S. Für Website-Epileptiker, klickt diesen Link nicht an
» Google Will Eat Itself
Monat: Juli 2006
Der Spiegel hat einen sehr interessanten Hintergrund-Artikel über Googles neues geplantes Werbesystem und damit verbunden natürlich auch über das neue CheckOut geschrieben. Der Autor ist der Meinung, dass dieses doch recht geniale System - nur bezahlen bei Kauf - Google in der Zukunft nicht glücklich machen dürfte.
Und dabei hat der Autor auch vollkommen recht. Viele Kunden schauen sich Produkte online an und kaufen sie dann doch im Geschäft. Der Werbeerfolg ist zwar da gewesen, aber derjenige der den Banner auf seiner Webseite anzeigen ließ, hat nichts davon. Online-Shop-Betreiber messen eine sehr große Anzahl von Kunden die den Kaufvorgang durchführen und beim letzten Schritt dann doch zurückzucken.
Wieviele davon die Ware dann tatsächlich offline im Geschäft kaufen ist natürlich nicht messbar - es sei denn jemand erfindet dafür mal ein gutes System. Und genau das könnte diesen neuen System das Genick brechen, da es sich für die werbenden absolut nicht lohnt, für den Inserenten dafür aber um so mehr. Der Vertrauen in Online-Kaufhäuser muss also noch sehr viel weiter steigen, und Zertifizierungssystem müssen genauer und verstrauensvoller werden, erst dann wird sich die Mentalität wohl ändern, und das System funktioniert.
Bei TV-Werbung, Zeitungsinseraten und Werbeplakaten ist der Erfolg ja schließlich auch nicht messbar und es kommt trotzdem gut an und nimmt immer mehr Überhand. Ich will euch nicht mit zuviel Text langweilen, den bietet Spiegel selbst schließlich auch, also lest euch den Artikel mal durch:
» Klicken, gucken - und nix kaufen
Sascha goes Malaysia (19.000)
Und die halbe Welt geht mit. Unter anderem auch TV-Kameras von Sat1 - das könnte recht interessant werden ;-)
Blogging in Deutschland setzt sich also immer mehr durch, ich bin gespannt was da noch so kommen wird.
Die meisten (durchschnittlichen) Google-User wissen nicht, dass die Google News komplett automatisch, ohne das eingreifen von auch nur einem einzigen Redakteur, erstellt werden. Es ist auch wirklich eine erstaunliche Leistung die Googles Algorithmen da vollbringen - aber NoMachine is perfect. Das wird vorallem bei den dazugehörigen Bildern deutlich.
Der Google Operating System Blog hat eine Liste der 10 besten Google News aufgestellt, die nicht so ganz das zeigen was sich die Programmierer eigentlich gedacht haben. So erscheint z.B. neben der News dass in der Türkei 100 Kinder verschüttet worden sind eine Anzeige für ein Bestattungsinstitut... In einer realen Zeitung sehr makaber, aber hier leider ein Irrtum des Algorithmuses und ein Beweis dass die Künstliche Intelligenz noch nicht so weit ist...
Schaut euch die Top10 einmal an, ist recht interessant. Da es auch noch andere, lustigere Irrtümer gibt packe ich das ganze mal in "Fun with Google" ;-)
» Top10 der lustigsten Google News
Osteuropa boomt, und das wissen auch Google und Microsoft - also führen sie derzeit ein Wettrennen um diesen Standort. Das zukünftige Schlachtfeld liegt in Bulgarien. Beide Unternehmen führen derzeit Gespräche über langfristige Investitionen.
Worum es bei diesen Investitionen genau geht gaben die Firmen nicht bekannt. Nur soviel dass man gemeinsam sehr viel vor hat und gemeinsame Projekte starten will. Bei Google wird es wohl die Erweitung aller Dienste auf den bulgarischen Raum sein, sprich lokale Suche, angepasste Sprachversionen, mobile Dienste & co.
Bei Microsoft dürfte es wohl eher um lokale Entwicklungsbüros für die Lokalisierung der PC-Software gehen. Aber vielleicht geht es auch um Microsofts Internet-Pläne und die beiden lieferen sich ein Wettrenen um dieses Land. Warten wir einfach mal ab was uns die Schlagzeilen in den nächsten Tagen über den Ausgang dieser Verhandlungen mitteilen.
[heise, thx to: colafee]

Google Mail rollt zur Zeit wieder 2 neue Features aus. Wobei man diesmal eigentlich nur von einer neuen Funktion - und keinem Feature - reden kann. Schließlich besteht es aus nur 2 kleinen Links, die es aber in sich haben. Bei den beiden Links handelt es sich um "Empty your Trash" und "Delete all Spam Messages". Für alle bei denen das Google Mail-Fach schon vor Spam überquillt, und es leid sind alle Mails zu markieren und zu löschen, bekommen nun in ihren beiden Müll-Ordnern einen Link um den entsprechenden Ordner komplett zu leeren. Warum Google diese Links so langsam ausrollt ist mir aber unklar, schließlich dürften sie nicht so viel mehr Serverlast hervorrufen - oder doch? In der deutschen Version sind die Links sicherlich auch mal wieder nicht integriert. In meinem englischen Google Mail-Fach sind die Links auch noch nicht enthalten, aber ich wäre sehr dankbar dafür wenn sie bald auftauchen würden :-D » Screenshot Empty your Trash » Screenshot Delete all Spam Messages

Gestern haben die Kanadier ihren Land-eigenen Kanada-Day zelebriert und Google hat natürlich wieder ordentlich mitgefeiert und ein Doodle spendiert.
Doodles
Steuererhöhung (1.150)
- Ohne Worte -
Führt mal diese Suchanfrage aus und scrollt ganz nach unten zum letzten Ergebnis. Ihr seht dann dieses Ergebnis:

Was stimmt hier nicht? Das Problem liegt in der "%20" vor dem Ergebnis. Dieses wandeln die Browser automatisch in ein Leerzeichen um, und dieses ist ja bekanntlich bei URLs nicht erlaubt. Die Seite ist also nicht aufrufbar, zumindest nicht über diesen Google-Link. Aber wie konnte das überhaupt passieren? Der Fehler liegt wahrscheinlich beim Server wp-plugins.org. Hier wurde wohl etwas verlinkt und aus versehen vorher noch ein Leerzeichen eingetippt. Google hat dies brav mit registriert und zeigt es nun auch in seinen Suchergebnissen. Jedoch hätte auch der GoogleBot selbst die Seite nicht sehen können, wenn er das Leerzeichen nicht automatisch entfernt hätte - aber warum hat er es nicht auch in den Suchergebnissen getan? Im Grunde ist es korrekt von Google nicht an den Inhalten und Links herumzuspielen, aber in diesem Fall könnte der Bot eine Ausnahme machen, denn ein Leerzeichen am Anfang der URL oder mitten drin kann nie einen Sinn machen. Mal schauen ob Google auf die Berichte in den Blogs reagieren wird und dieses beim nächsten Web-Durchlauf behebt. » AJAX Spell Checker Wordpress [Googlified]

Was stimmt hier nicht? Das Problem liegt in der "%20" vor dem Ergebnis. Dieses wandeln die Browser automatisch in ein Leerzeichen um, und dieses ist ja bekanntlich bei URLs nicht erlaubt. Die Seite ist also nicht aufrufbar, zumindest nicht über diesen Google-Link. Aber wie konnte das überhaupt passieren? Der Fehler liegt wahrscheinlich beim Server wp-plugins.org. Hier wurde wohl etwas verlinkt und aus versehen vorher noch ein Leerzeichen eingetippt. Google hat dies brav mit registriert und zeigt es nun auch in seinen Suchergebnissen. Jedoch hätte auch der GoogleBot selbst die Seite nicht sehen können, wenn er das Leerzeichen nicht automatisch entfernt hätte - aber warum hat er es nicht auch in den Suchergebnissen getan? Im Grunde ist es korrekt von Google nicht an den Inhalten und Links herumzuspielen, aber in diesem Fall könnte der Bot eine Ausnahme machen, denn ein Leerzeichen am Anfang der URL oder mitten drin kann nie einen Sinn machen. Mal schauen ob Google auf die Berichte in den Blogs reagieren wird und dieses beim nächsten Web-Durchlauf behebt. » AJAX Spell Checker Wordpress [Googlified]
Völlig unbemerkt von der Weltpresse wurde Googles China-Website am Freitag dem 23. Juni gehackt. Oder besser gehijacked - wie es jetzt auf neudeutsch heißt. Der Aufruf wurde sofort auf die Domain com.cn, ein chinesischer DNS-Registrar umgeleitet. Auch MSN wurde Opfer.
Es wird vermutet, dass die Gruppe von Hackern die dieses Kunststück vollbracht hat, bei der Konkurrenz der Firma "Com.cn" arbeitet, da man dieser offensichtlich schaden wollte. Der Traffic von Googles und MSNs Seiten zusammen dürften die Server der Firma schon so ziemlich lahm gelegt haben, wenn es auf einmal so plötzlich kommt. Von der Rufschädigung mal ganz zu schweigen.
Erst einen ganzen Tag später, am Nachmittag des 24. Juni gingen beide Webseiten wieder ordnungsgemäß online und zeigten die gewünschten Inhalte an. Tja, wer hat da mal gesagt dass man Google nicht hacken kann? Impossible is nothing
» Screenshot
[Googlified]
Das hier ist mal ein Mashup das man eigentlich garnicht mehr so nennen dürfte, da es fast schon ein eigenes Programm ist welches lediglich auf den Google Maps aufbaut. Und zwar nennt es sich Quikmaps und bietet die Möglichkeit nach belieben auf der Karte herumzumalen und Symbole zu setzen.
Die Karte kann wirklich komplett mit Symbol vollgestopft, mit Linien bemalt und mit Text beschrieben werden. Die gesetzten Symbole sind gleichzeitig Placemarks die angeklickt werden können. Hat man seine Gegend dann entsprechend verschönert lässt sich noch ein prägnanter Titel und eine kurze Info dazu schreiben und dann kann das ganze sogar auf die eigene Homepage gepackt werden.
Und gerade das hereinpacken in die eigene Webseite ist ein Killerfeature dieser Applikation. Wieviele Firmen haben schon Stadtpläne auf ihren Kontakt-Seiten und dann finden die Kunden Weg immer noch nicht. Dem kann man nun vorbeugen indem man einen fetten Kreis und einen Pfeil genau auf das Gebäude malt. Und das beste ist, dass die Interaktivität der Karte erhalten bleibt und der Suchende sich in der Gegend noch umsehen kann.
Eine wirklich sehr gelungene Erweiterung die sogar Google-würdig ist, soll heißen dass sich das Maps-Team mal dransetzen sollte um das ganze selbst in die eigene API zu integrieren.
» Quikmaps
[BasicThinking-Blog]
Google Maps Mashups
Google Maps Mashups
Die neuen mobilen Services werden sich für Google also doch auszahlen. ZWar werden mehr als die hälfte diese nicht nutzen, aber dafür sind knapp 1/3 erfreut dass sie endlich auf deutsch verfügbar sind, und der Rest von euch wird sie benutzen, zusammen mit den PC-Versionen.
Und ich bin sicher, wenn das Handy-Internet billiger wird, dass ANtwort Nummer 2 nicht soviele Punkte bekommen hätte ;-)
Googles Dienste werden mobil:
Na endlich!: 28% (49 Stimmen)
Ich nutze nur PC-Versionen: 53% (93 Stimmen)
Ich werde beides nutzen: 19% (34 Stimmen)
Neuer Vote: Wer wird Fußball-Weltmeister? (ausnahmsweise mal kein Google-Thema)

Natürlich gibt es den Google Video Player um sich die Filme von Google Video auch außerhalb des Browsers anzeigen zu lassen, aber es ist doch trotzdem ein ganz anderes Gefühl wenn man ein Video lokal auf dem Rechner hat und auch ohne Internetzugang sehen kann. Mit einem einfachen Trick kann man Videos von Google Video downloaden. Es geht umständlich, aber auch einfach. Und hier habt ihr den einfachen Weg um das Original-Video herunterzuladen dass ursprünglich auf den Google-Server geladen wurde. 1. Öffnet ein beliebiges Video (z.B. das hier) 2. Klickt rechts im Menü auf "Download" (klappt nur bei kostenlosen Videos) 3. Schaut euch die Datei die ihr bekommt mit Notepad an 4. Kopiert die URL die in dieser Datei angegeben ist wieder in euren Browser 5. Fertig - Google lässt euch jetzt das Original-Video downloaden [Google Blogoscoped Forum]
Tutorials

Die BusinessWeek hat ein sehr interessantes Interview mit Googles Produktmanagerin Marissa Mayer geführt. Darum geht es um Googles Unternehmenspolitik in Sachen veröffentlichung neuer Produkte, die weitere Verknüpfung aller Dienste und die Schwierigkeit ein Produkt zum Erfolg zu bringen. Ich habe es euch mal auf deutsch übersetzt. Google ist längst aus seinem Kerngeschäft der Suche ausgebrochen. Hat es der Firma gut getan? Wir glauben daran, je mehr neue Produkte wir herausbringen, desto erfolgreicher und beliebter werden sie auch. Der Weg dahin ein revolutionelles neues Produkt zu finden führt über die Veröffentlichung von 5 weiteren Produkten und der Hoffnung dass eines davon Erfolg hat. Ich denke dass wir dies im moment ziemlich gut beherrschen. Gute Produkte wachsen auch ohne große Promotion, schlechte eben weniger. Wir veröffentlichen Produkte so früh wie möglich (Anm. Red.: Daher Beta ;-)), um zu sehen wie die User das Produkt annehmen und welche zukünftigen Features sie sich wünschen. Diese bauen wir dann eventuell mit in das fertige Produkt ein. Wir veröffentlichen Produkte früh in den Google Labs, um sie nur einem kleinen Nutzerkreis vorzustellen und es lediglich per Mund-zu-Mund-Reklame bekannt zu machen. Das gibt dem Team die Möglichkeit die Anforderungen an das Produkt genauer einzuschätzen. Es gibt uns auch einige sehr wichtige Hinweise darauf, ob das Produkt wirklich gebraucht wird, wie groß der Markt dafür ist und wie unser Produkt gegenüber der Konkurrenz da steht. Wie messen sie den Erfolg eines neuen Produkts? Wir vertrauen hauptsächlich auf unsere eigenen Log-Files.Und natürlich auf User-Feedback. Google Mail zum Beispiel ist sehr beliebt. Es ist nur noch nicht so weit verbreitet wie Hotmail oder Yahoo! Mail. Wir können das Wachstum durch das Einladungsmodell relativ gut kontrollieren. Und ich glaube es ist sehr gut nachzuvollziehen, dass wenn wir das Einladungsmodell abschaffen, wir mehr als das 10fache an Traffic und Usern haben würden. Und wenn wir uns das mal ausrechnen, dann sind wir größer als Yahoo! oder Hotmail. Also glauben wir dass Google Mail ein sehr gutes Produkt ist. Wenn sie sich die Google News anschauen, dann würden sie sagen dass es seine Arbeit gut erledigt. Wir haben Google News in mehr als 40 Sprachen und 40 Ländern an den Start gebracht. Wir sind wirklich stolz darauf was Google News geschafft hat, es hat die demografischen und geografischen Grenzen aufgehoben und bietet den Usern eine völlig neue Möglichkeit der Nachrichten-Recherche. Es wächst von Jahr zu Jahr und ist das stärkste unserer "älteren" Produkte. Zur Zeit verdoppelt sich der Traffic noch in jedem Jahr. Ich denke im Grunde macht es alles Sinn was wir tun. Wir haben zwar ein paar Produkte die zur Zeit nicht Marktführer sind und es vielleicht auch nie sein werden, aber wir wollen den Usern eine Menge neuer Produkte geben. Die Leute merken sich natürlich nicht alle Produkte, aber wenn sie sich eines merken - was wirklich Sinn macht - dann hat es eine Menge Potenzial. Oft sehen Analysten und die Weltpresse in einem neuen Google-Produkt einen Killer für all seine Konkurrenten. Aktuelles Beispiel: Google CheckOut und PayPal. Pokern sie hier ein bißen zu hoch, wenn sie sagen dass Google den gesamten Markt umdrehen und die Konkurrenten ausboten wird? Die Leute haben nunmal die Angewohnheit, da gehöre ich auch dazu, etwas neues sehr viel höher zu bewerten als es auf lange Sicht gesehen wirklich sein kann. Wenn man sich die Schlagzeilen ansieht, wird man verstehen was ich meine. PayPal ist ein wirklich gutes und ausgereiftes Produkt. Und unser Service, wenn sie sich mal anschauen was wir damit genau tun, konkurriert nicht wirklic mit PayPal - wir haben völlig verschiedene Grundansätze. Unsere Produkte werden einfach missverstanden. Wenn sie sich mal ein ausgereiftes Produkt anschauen, wie z.B. Microsoft Excel, dann werden sie sehen dass es sehr schwer ist dieses zu übertreffen. Dieses Produkt ist über die vielen Jahre gereift und hat seine eigenen Killer-Features. Und wir haben unsere. Müssen wir immer gleich mit anderen konkurrieren wollen, wenn wir in einen neuen Markt eintreten? Zweifellos. Wird es für uns viele Jahre dauern um im diesen sehr ausgereiften Markt Erfolg zu haben? Auf jeden Fall. Googles Homepage ist sehr aufgeräumt, was eines der Markenzeichen ist. Wie will Google all seine Produkte auf dieser Seite vorstellen ohne diesem Design-Grundsatz zu entsagen? Das Design hat sich in den letzten Jahren ein klein wenig geändert. Wir machen keine grundlegenden Änderungen und wollen nicht alle unsere Produkte auf der Startseite vorstellen. Aber es gibt ein paar Grundkonzepte über die wir nachdenken. Wir denken darüber nach wie wir die Navigation auf unseren Seiten ändern können, dass ist das was ich "San Angeles" und "Los Diego"-Strategie nenne. Wir nehmen starke Produkte und fügen diese zusammen in ein noch stärkeres Produkt. Sie können also San Diego und Los Angeles nehmen und aus den beiden eine Mega-Stadt machen. Wenn ich mir zum Beispiel die Google News anschaue, dann weiß ich das der User hier Neuigkeiten sucht die ihn interessieren und sich über aktuelle Events informieren möchte oder gerne sehen möchte was andere über ein bestimmtes Thema schreiben. Es ist ein wirklich guter Ort um hier weitere Dienste zu integrieren, zum Beispiel Google Blog Search und Google Finance. Auf diesem Wege müssen wir schauen dass wir die Produkte zusammenführen. Den Leuten fällt es schwer sich an mehr als 5-10 Produkte einer einzigen Firma zu erinneren. Wenn wir jedes einzelne Produkt nehmen und es noch stärker und bedeutsamer für die Leute machen, dann werden wir gute Reaktionen von den Usern urückbekommen, die Leute merken sich dieses Produkt und der Traffic auf unserer Seite steigt. Wird Google einige seiner guten Produkte bewerben? Es gab in der Vergangenheit interessante Dinge wie z.B. das Da Vinci-Spiel in diesem April. Dies war eine Zusammenarbeit mit Sony Pictures. Wir haben etwas veröffentlicht was gut für den Hype rund um den Film gewesen ist und den Leuten geholfen hat eine Google-Produkte besser zu verstehen. Für jeden der dieses Spiel mitgemacht hat, gab es jeden Tag verschiedene Google-Produkte zu sehen. Wir hatten Millionen von Leuten die sich in das Spiel eingeloggt haben und die Puzzles durchgespielt haben. Über 100.000 Personen kamen dabei bis zum letzten Level, inklusive Sergey Brin, der natürlich als einer von 10.072 Google-Mitarbeitern für das Gewinnspiel disqualifiziert war. Er hat vorher vergessen zu kündigen. Gibt es genügend Disziplin bei Googles Programmierern um die Vielzahl von Produkten immer wieder upzudaten? Eric Schmidt und Larry Page wissen dass wir ein bißchen mehr Organisation in das ganze hier hereinbringen müssen. Aber ich denke es ist auch wichtig die Psychologie der Entwickler zu verstehen. Es gibt einige Ingenieure denen die Aufgabe zu langweilig wird und die gerne an einem anderen oder neuen Produkt arbeiten möchten. Aber es gibt auch eine Menge Personen die an ihrem Produkt mit Leidenschaft arbeiten und es zu einem der besten auf den Markt machen wollen. Der Chef unseres News-Teams, Mike Dixon, war ein Entwickler mit wenig Hintergrundwissen über News & nachrichten. Aber heute ist er ein unglaublich versierter News-Leser von Zeitungen auf aller Welt der weiß worauf es ankommt und zu jedem Thema top informiert ist. Man könnte ihn als "News-Experten" bezeichnen. Und für ihn ist es wirklich wichtig, dass die Google News immer besser werden und der Marktführer bleiben. Das gleiche gilt für unsere Maps-Entwickler. Sie haben Karten aus aller Welt studiert und studieren sie noch heute. Wie sie coloriert werden müssen, wie der Kontrast zwischen den einzelnen Farben am besten abgeglichen wird usw. Dabei kam z.B. heraus dass die Namen der Straßen in die Straße selbst hereingedruckt werden sollten und nicht irgendwo über der eigentlichen Straße erscheinen sollten. Sollten Produkt-Manager bei Google mehr Macht bekommen? Nein, ich finde nicht. Wir haben eine Menge Leute die in ihrem Gebiet einfach die besten sind. Ich denke das ist äußerst interessant: Wir haben intern keine hohen Ansprüche an ein Produkt. Wenn du einem Entwickler ein 70-Seiten-Dokument in die Hand drückst und sagst er soll das machen, dann fehlt die gesamte Kreativität in diesem Produkt. Die Entwickler die ein gutes Feature in dem Produkt sehen, welches konzeptionell nicht vorgesehen ist, haben meist die besten Vorschläge. Wir sollten dieses Kreativität nicht aus einem Produkt herausdrängen. Der Geheimplan um ein Produkt ist das Team selbst welches eine Vision von dem Produkt hat welches sie gerade zusammenbauen. Und sie sollten genügend Raum haben um keinen der Teammitglieder in seiner Kreativität einzuschränken. Auf diesem Wege sind einige unserer besten Produkte entstanden. » Interview in Englisch » Weitere Interviews [Google Blogoscoped]